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Nr.: 96
Datum: 12.04.2007, 21:22 Uhr
Name: Hendrik
E-Mail: HHendrick@gmx.de

Eintrag
ich habe mir einiges durchgelesen...

Wiso steht hier nix über Thälmann? Wo er doch tapfer gegen die NS Herrschafft kämpfte. Wie bitteschön kommt man auf Stalin? Wo er doch 50Millionen Menschen auf dem Gewissen hat? Wo Lenin selbst in seinem Testament schrieb das Stalin ungeeignet als neuer MAchthaber ist...wie kann man da Lenin neben Stalin setzen?

kann ich nich verstehen...

ROT FRONT!

HEndrik

Kommentar:
wieso wir hier über Thälmann nix stehen haben? Tut mir leid, dass ist nicht richtig. Schau genauer hin und du wirst sehen, wir haben Dokumente der KPD veröffentlicht, sowie einen link zur Seite der Deutschen Kommunisten gestellt, indem die 4 Bände Thälmanns veröffentlicht wurden. Reicht das nicht?
und zu Stalin:
die 50 Mio Todesopfer sind einfach nur idiotisch und erlogen. Sie halten den wissenschaftlichen Fakten nicht stand. Vor über einem Jahrzehnt hat eine Reihe bürgerlicher (!) Historiker festgestellt, dass die Zahl der sogenannten Gulag-Insassen u. a. Krimineller unter dem der USA liegt, dabei ist zu erwähnen, dass die allermeisten von ihnen wirklich schuldig waren und 'gewöhnliche kriminelle' waren.
Wenn bürgerliche Antikommunisten zu solchen Ergebnissen kommen, warum dann nicht Kommunisten?
Im Übrigen wurden Teile dieser Arbeit auch bei red channel veröffentlicht (zu lesen unter 'fremdsprachige Bücher').
Wir leugnen nicht, dass es auch Unrecht gegeben hat, das hatte aber komplexe Gründe und ist mit dem Wort 'Stalin' nicht vom Tisch gefegt. Geschichte und Politik ist nun mal komplizierter.
Auch was das sogenannte Testament angeht und die angeblichen Warnungen Lenins gegen Stalin. Auch zu dieser Frage wird eine Reihe von Artikeln auf Red Channel veröffentlicht, die beweisen, dass Lenin auf der Seite Stalins war und nicht auf der des Reneganten Trotzky.
Du kannst hier alles finden, musst nur suchen





Nr.: 95
Datum: 31.03.2007, 04:55 Uhr
Name: Marinus
E-Mail: marinus_lampmann@gmx.de

Eintrag
Hallo Genossen,

was hier im Gästebuch geschrieben wird sollte man nicht gleich von vorne herein zensieren. Wenn es Hinweise gibt die belegen, dass es in der DDR zu erheblichen Unterschieden zwischen dem Dogma der SED und der Realität gekommen ist, dann müssen diese einzeln und akribisch untersucht werden. Totschweigen ist die Methode derjenigen die nicht die Kraft haben sich zu einer unabhängigen Position unter Berücksichtigung aller Vorfälle durchzuringen.

An den Gerd richte ich die Bitte, zur Person des Vincenz Müller Quellenangaben zu liefern. In wie weit ist sein „Richtungswechsel“ dokumentiert? Wer konnte das bezeugen? Wer waren seine „Förderer“ im System? Weitere Informationen sind stets willkommen bei uns, denn eben jene, die jede Kritik am real existierenden Sozialismus von vorne herein totschweigen legen das Fundament für zukünftige Entartungen und siechenden Revisionismus.

Ich kenne keine Organisation die sich wirklich unbefangen mit den Geschehenen beschäftigt, alle wollen, und das weiß ich aus eigener, jahrelanger Mitgliedschaft in einer sich kommunistisch nennenden Partei, nur ihre ideologischen Standpunkte mit eigenen "Recherchen" und "Beweisen" belegen. Persönliche Freundschaften sind daran auch zu Bruch gegangen was aber dann nicht offen ausgesprochen wird.

Geltung haben diese "Forschungen" dann immer nur im geschlossenen, hermetischen Personenkreis der jeweiligen Überzeugung. Beispiele hierfür sind unzählig vorhanden, nicht nur in der deutschen Parteienlandschaft. Auch dem Webmaster fehlt es am Mut, sich gegen die Gruppenwirkung eines festen Personenkreis durchzusetzen, und dass obwohl auf der Internet Seite die er hier betreibt hoffnungsvolle Ansätze en masse zu finden sind. Es drängt sich dabei doch die Frage auf, in wie weit persönliche „Machtausübung“ die politische Linie beeinflusst. Auch in der DDR war eine Kaste an Personen am Werk, die durch ein undurchdringliches Geflecht an persönlichen Verbindungen Politik betrieben und dabei schamlos und schadlos eigene Abweichungen vom „sozialistischen Ideal“ und Bereicherungen sowie Privilegien erlaubt waren. Beispiele hierfür sind bekannt.

Ich frage also, können wir es verantworten in Zukunft derartige Entgleisungen zu riskieren nur weil derzeit niemand den Mut hat sich gegen Einbahnstraßendenken zu stellen? Wie weit werden wir kommen wenn sich niemand findet, der die Wahrheit bald durchsetzt?

Wer Interesse hat, darf meinen Text weiterverwenden und in andere Plattformen posten. Eine ideologisch standfeste Vereinigung kristallisiert sich momentan nur unter wenigen guten Genossen heraus mit denen ich reihum in Kontakt stehe. Wer mit uns per email oder (aufgrund des hohen Alters einiger Genossen) auch auf dem Postweg mitdiskutieren will, kann mich gerne kontaktieren. Ideologisch versteinerte, die im Dogmatismus eine Stärke sehen werden es allerdings nicht leicht haben, der kritische Geist mit der Neigung zur Quellenforschung ist uns immer willkommen. Mit unseren Ergebnissen konfrontieren wir dann regelmäßig die „Gralshüter“.

Denkt daran: Wir haben nicht mehr viel Zeit und Chancen!!

Mit kommunistischen Grüßen,

Marinus

Kommentar:
" Auch dem Webmaster fehlt es am Mut, sich gegen die Gruppenwirkung eines festen Personenkreis durchzusetzen," [Zitat]

bitte beweise das



Nr.: 94
Datum: 30.03.2007, 10:34 Uhr
Name: Gerd

Eintrag
@Silvio

Ich finde gut, dass wir wenigstens hier die Möglichkeit haben, offen ein Streitgespräch zu führen, was bestimmten Leuten missfällt.

Dies vorweg.

Du stellst zwei Behauptungen auf:

1. In der DDR standen 'Kommunisten' und 'Anfifaschisten' an der Spitze des Staates.

2. Vincenz Müller, General Paulus u.a. Nazioffiziere entwickelten sich zu Demokraten, Patrioten und Antifaschisten.

Daraus ergibt sich für dich:
Es war richtig, dass sie in der DDR hohe Positionen, z. B. Müller als stellv. Verteidigungsminister, bekleiden durften.

Habe ich das richtig dargestellt? Wenn nein, korrigiere mich.

Ich bin, wie du weißt, anderer Meinung.

Meine Meinung ist folgende:

Bezogen auf Punkt 1:

Wenn es stimmt, dass an der Spitze der DDR 'Antifaschisten und Kommunisten' standen, wie erklärst du dann, dass unter der Federführung des ehemaligen Leiters von Buchenwald-Dora, Erich Apel, der führende Politiker der DDR, Walter Ulbricht, eine 'Wirtschaftsreform' erarbeiten ließ, die sämtliche DDR-Betriebe und Kombinate verpflichtete, den Profit wieder als wichtigsten Maßstab der Produktion anzuerkennen und danach zu wirtschaften?

Ich sage dazu dies:

Erstens ernennen Antifaschisten oder Kommunisten nicht einen hohen, schwer belasteten Nazi, noch dazu einen KZ-Leiter, zum führenden Wirtschaftsfachmann. Sie verurteilen solche Gestalten zu lebenslangen Gefängnisstrafen. Zweitens dulden sie es nicht, dass der Kapitalismus unter der Flagge eines 'marktwirtschaftlichen Sozialismus' verkappt wieder eingeführt wird.
Im Gegenteil, wahre Kommunisten und Antifaschisten halten solche Kräfte nieder und führen einen entschiedenen Kampf gegen alle Bestrebungen, den Kapitalismus wieder zu restaurieren, so wie es z. B. Enver Hoxha in Albanien tat.

Bezogen auf Punkt 2.:

Vincenz Müllers Wandlungsprozess zu einem 'Patrioten' wurde selbst von hohen deutschen Offizieren, darunter Graf von Einsiedel, den stellv. Leiter des NKFD (Nationalkomitee Freies Deutschland), der als Jagdflieger 1942 bei Stalingrad in sowjetische Kriegsgefangenschaft geriet, angezweifelt. Zitat Einsiedel:

"Müller hatte sich mit einer Schnelligkeit in die kommunistischen Gedankengänge gefunden, die selbst diejenigen von uns verblüffte, die am eigenen Leibe erfahren hatten, welche Anziehungskraft diese Theorie gerade auf solche Menschen haben konnte, die ihrer Herkunft und Erziehung nach auf die andere Seite der Barrikaden gehörten."
(Peter Joachim Lapp, 'General bei Hitler und Ulbricht. Vincenz Müller - eine deutsche Karriere', Berlin 2003).

Müller hatte noch drei Monate vor seiner Gefangenschaft, im April 1944, das Ritterkreuz für 'besondere Tapferkeit vor dem Feind' erhalten. Ein halbes Jahr später war er schon 'Patriot', 'Demokrat' und 'Antifaschist'! So schnell ging das.

Für mich war Müller ein Wendehals wie viele andere ehemalige Nazigeneräle, die in der DDR ihre Karriere fortsetzen durften.

In der BRD gaben solche Leute an, sie wären 'jetzt überzeugte Demokraten', und auch hier, in der BRD, reichte ein bloßes Bekenntnis - hier eines zur 'freiheitlich demokratischen Grundordnung' -aus, um sie an führender Position im Staatswesen wieder einzusetzen.

Nicht Worte, sondern Taten sind das Kriterium dafür, ob sich jemand gewandelt hat.

Das Beispiel Erich Apel zeigt deutlich, dass er sich im Grunde nicht gewandelt hatte: Als ehemaliger Faschist (und alle Faschisten sind Anhänger der kapitalistischen Ausbeuterordnung) erarbeitet er (mit Mittag, Halbritter u.a. zusammen) ein Programm zur Wiedereinführung des Kapitalismus in der DDR.

Rechte Gesinnung in rotem Gewand.


Nr.: 93
Datum: 23.03.2007, 19:01 Uhr
Name: Gerd

Eintrag
Die Frage, die sich heute für einen aufrechten Menschen stellt - was die Haltung zur DDR betrifft - ist die, Sylvio, ob er als Kommunist, als konsequenter Demokrat oder als aktiver Pazifist die Kumpanei mit den Nazigenerälen oder mit anderen hohen Nazis, die in der DDR Karriere machen konnten, gutheißen darf oder nicht.

Ich finde nein. Ich finde, wer das gutheißt und verteidigt, macht sich schon als 'Demokrat',nicht nur als 'Kommunist', unglaubwürdig.

Die Haltung zum Faschismus, besonders zum Nazifaschismus, ist ein Kriterium nicht nur für eine kommunistische Einstellung, sondern auch schon für bürgerlich demokratische.

Wer dem Kriegsverbrecher Paulus, der mit seiner 6. Armee 1943 vor Stalingrad einkesselt wurde und in Kriegsgefangenschaft geriet, eine Villa hinstellt, und ihm eine gute Pension zahlt, weil er angeblich ein 'Patriot' und 'Hitlergegner' war, ist nicht nur als Kommunist völlig unglaubwürdig, sondern er macht sich zum Kumpanen der Nazigeneräle und der Faschisten im Allgemeinen.

Und ihm wurde in der DDR eine Villa hingestellt! Du kannst das abstreiten, so oft du willst, aber es ist Tatsache!

Diese Generäle gaben in der UdSSR 1943/44 erst den Kampf auf, als ihre Lage völlig aussichtslos war. Vorher nicht. Paulus bekannte sich bis zum Schluss zu Hitler. Der Nazigenral Vincenz Müller, der spätere Generalstabschef der NVA und stellvertretende Verteidigungsminister der DDR, bekam noch drei Monate vor seiner Gefangenschaft im Juli 1944 das Ritterkreuz verliehen - 'wegen besonderer Tapferkeit vor dem Feind'. Ein paar Monate später, als Mitglied im 'Bund Deutscher Offiziere', war er dann schon 'Antifaschist'. So schnell ging das bei ihm.

Und dabei wissen wir aus Lebenserfahrung doch eins:

Es ist viel leichter, die Verhältnisse umzustoßen, z. B. eine Revolution zu organisieren, als die Überzeugungen von Menschen! Dies ist ein sehr viel längerer und schwierigerer Prozess.

Auch ich war sehr lange ein überzeugter Anhänger der DDR, bis mir die Augen geöffnet wurden und bis ich mir die Augen selbst öffnen konnte. Das dauerte viele Jahre.

Also: Vincenz Müller dieses Bekenntnis zum Antifaschismus abzunehmen, das er in der UdSSR schon ein paar Monate nach seiner Kriegsgefangenschaft ablegte, und ihn als 'Patrioten' zu bezeichnen, ist völlig abwegig.

Müller ist ein typisches Beispiel für einen hohen aktiven Faschisten, der in der DDR mühelos Karriere machen konnte. Das zeigt, das beweist, dass die DDR nicht antifaschistisch war. Es gibt viele andere solche Beispiele. Ihre Lippenbekenntnisse reichten in der DDR schon aus, um sie zu verwenden - an höchster Stelle (!), wie im Fall Müller beim Aufbau der NVA 1955/56.

Was meinst du, wo der Stechschritt der NVA herkommt? Hast du mal drüber nachgedacht?

Zurück zu Müller:

Statt einen verdienten Spanienkämpfer wie Wilhelm Zaisser, den ehemaligen Spaniengeneral 'Gomez', der sich im Kriegshandwerk auskannte - ein begeisterter Anhänger der sozialistischen UdSSR übrigens, der schon bei den Ruhrkämpfen dabei war - zum Chef des Hauptstabes der NVA zu machen und ihn damit zu beauftragen, diese NVA 1956 aufzubauen, schließt man diesen aus der SED aus und veranstaltet eine Hetzjagd gegen ihn, die ihm den Tod bringt!

Zaissers einziges Manko war: Er war ein entschiedener Gegner Walter Ulbrichts und der Vetternwirtschaft. Aber das reichte aus, um ihn für alle Zeiten zu disqualifizieren. Das große Plus der Paulus, Müller & Co. war, dass sie Ulbricht und seine revisionistische Clique unterstützten. Da wurde ihnen ihre Nazivergangenheit nachgesehen, wenn sie überhaupt eine Rolle spielte.

Es war der gleiche Ulbricht übrigens, der schon gegen Ende der Weimarer Republik sich für die Zusammenarbeit mit der NSDAP, z.B. beim Berliner Verkehrsarbeiterstreik oder bei der 'Volksabstimmung' gegen die preußische SPD-Regierung engagiert hatte und der dieser Linie auch später treu blieb.

Wer diese Kumpanei, mit welchen klugen 'marxistischen' Argumenten sie auch immer begründet wird, gutheißt, ist auch demokratisch und antifaschistisch gesehen überhaupt nicht glaubwürdig und kann auch meiner Meinung nach kein Bündnispartner im heutigen Kampf gegen faschistische Tendenzen in unserem Land sein.


Nr.: 92
Datum: 17.03.2007, 20:56 Uhr
Name: Silvio
E-Mail: Silvio.Kreis@web.de

Eintrag
Gerhard Kegel, einst Kundschafter der Sowjetunion: In seinen Buch „In den Stürmen unseres Jahrhunderts schrieb er unteranderem „ Im September 1943 wurde der Bund Deutscher Offiziere gegründet, der sich der Bewegung >>Freies Deutschland>> anschloß. Zu diesem Bund gehörten bekannte Offiziere der deutschen Wehrmacht, die sich in sowjetischer Gefangenschaft befanden. Sie richteten einen Aufruf an alle deutschen Soldaten und Offiziere, an das ganze deutsche Volk, in dem sie die räuberische Politik Hitlers anprangerten und auf die Hoffnungslosigkeit der militärischen Lage Deutschlands hinwiesen. Diese patriotischen Offiziere riefen die Soldaten und das deutsche Volk auf, den Krieg zu beenden und für eine friedliche und demokratische Zukunft Deutschlands zu kämpfen.
Die Aktivitäten und Aufrufe des Nationalkomitees und des Bund der deutschen Offizioere wurden auch am sogenannten Atlantikwall mit großer Aufmerksamkeit verfolgt. Sie untergraben die Wirksamkeit der Propaganda des untergehenden Naziregimes. Diese versuchte, den Deutschen einzuhämmern, dass eine etwaige militärische Niederlage des >>Dritten Reiches>> den totalen Untergang Deutschlands und des deutschen Volkes nach sich ziehen würde. Dann aber sei es besser , kämpfend unterzugehen. Und da gerade die Offiziere und Mannschaften der Wehrmacht wussten , was im Namen Deutschlands den überfallenden Staaten und Völkern, vor allem der Sowjetunion und Polen, angetan worden war, wurde dieser Propaganda der Nazimachthaber immer noch von sehr vielen geglaubt. Die Aktivitäten des Nationalkomitees >>Freies Deutschland>> und des Bund deutscher Offiziere eröffneten nun den patriotischen Kräften innerhalb und außerhalb der Wehrmacht eine Perspektive, die offenbar auch für die Antihitlerkoalition, insbesondere aber für die siegreich vorrückende Sowjetunion, akzeptabel war. Von hier bis zur Verwirklichung der Parole >>Erhaltet Euer Leben für Eure Familien und für den Aufbau eines friedliebenden Deutschlands!>> war es eigentlich nur noch ein kleiner Schritt. Der nächste Schritt, aktiv am Kampf gegen das Naziregime teilzunehmen, war- wenn er im Bewusstsein aller möglichen Konsequenzen gegangen wurde- allerdings sehr , sehr schwierig. Er erforderte Mut und eine feste Überzeugung“.

Quelle : Gerhard Kegel „ in den Stürmen unseres Jahrhunderts“, Dietzverlag DDR

Ja, auch wenn dieses Buch aus der DDR stammt, hat es trotzdem einen Stellenwert wenn es um die Aufarbeitung des Antifaschismus in der DDR geht..
Ferner liefert es mit dieses Zitat, was ich geschrieben habe , den Beweis dafür, das diese Offiziere ob es nun Paulus oder Müller ist- sich zum antifaschistischen-demokratischen Menschen entwickelt haben.
Zu den Vorwürfen über Walter Ulbricht und Erich Mielke werde ich später im 3Teil was schreiben.Auch nochmal zu Gust, der angeblich als Im tätig war für das MFS.
2. Teil


Nr.: 91
Datum: 16.03.2007, 16:27 Uhr
Name: Silvio
E-Mail: Silvio.Kreis@freenet.de

Eintrag
@ Gerd du solltest dir mal den Text den ich geschrieben habe noch mal durchlesen. Dann wird Dir sicherlich auffallen, das ich eine Quelle benutzt habe. Du kann von mir aus unzählige Namen nennen die früher Nazis gewesen sind, und später nach der Befreiung des Hitlerfaschismus sich zum aktiven Antifaschismus bekannt haben. Eines ist nun mal sicher und es entspricht nun mal der Tatsachen, das in der Regierung der DDR, die eine Führungsrolle, bzw. eine Verantwortungsvolle Tätigkeit ausübten, an der Spitze der ehemaligen DDR keine Naziverbrecher gesessen haben, wie zum Beispiel in der Bundesrepublik Deutschland der fall gewesen ist., Bei uns in der DDR waren es Kommunisten und Antifaschisten die die führende Rolle einnahmen., Das waren Wilhelm Pick, Otto Grotewohl, Walter Ulbricht, Hermann Matern, der führende Armeegeneral war wenn ich richtig informiert bin Heinz Hoffmann, später Heinz Kessler und viele andere.

Was Vincenz Müller angeht, natürlich war er Nazi gewesen , ein General bzw. Generalleutnant und Chef des Generalstabs der 17. Armee., auch er ist verantwortlich für den unzähligen Leid, was man den Sowjetischen Volk angetan hat, und er ist auch verantwortlich für den sinnlosen Leid und sterben einfacher deutscher Soldaten, die als Kanonenfutter herhalten mussten. Aber auch Vincenz Müller hat diese Verantwortung auf sich geladen, begab sich ebenfalls in der russischen Gefangenschaft. „Am Morgen des 8. Juli 1944 gegen 4.00 Uhr begab sich Müller zu Pferde in Begleitung eines Offiziers und eines Hornisten >>aufs Geratewohl in Richtung auf schießende sowjetische Artillerie und stieß dabei auf die Sicherung eines höheren sowjetischen Artilleriestabes>> .Der Generalleutnant wurde sofort einem russischen Oberst zugeführt, dem er erklärte, dass er >> einen Befehl zur Einstellung des Kampfes geben wolle>>, aber nicht mehr die Mittel habe, diesen Befehl auch >>durchzubringen>>. Der oberst stellte daraufhin einen deutschen Kriegsgefangenen und eine deutsche Schreibmaschine zur Verfügung. Zugleich machte er erste Zusagen über die Art der Gefangenen, worauf Müller folgenden Aufruf diktierte: >>Soldaten der 4. Armee ostwärts, des Pritsch-Flusses! Unsere Lage ist nach wochenlangen schweren Kämpfen aussichtslos geworden. Wir haben unsere Pflicht erfüllt. Unsere Kampfkraft ist auf ein Minimum gesunken, und (es gibt) keine Aussicht auf Versorgung... Der Weg über den nächsten Flussabschnitt ist uns versperrt ... Wir haben Riesenzahlen von Versprengten und Verwundeten...... Die russische Führung hat zugesagt : a) Fürsorge alle Verwundeten; b) die Offiziere dürfen Stichwaffen und Orden behalten, die Soldaten die Orden. Gefordert wird: sämtliche Ausrüstung und Waffen sind zu sammeln und in gutem Zustand zu übergeben, Schluß mit dem aussichtslosen Blutvergießen ! Ich befehle daher, dass ab sofort der Kampf eingestellt wird......
Unterschrift: Müller, Generalleutnant und stellv. Führer des XII. AK.>>
Der befehl wurde von den Russen mit Kleinflugzeugen über Restansammlungen deutscher Soldaten abgeworfen. Vincenz Müller rettete damit Zehntausenden das Leben(einige Schätzungen sprechen sogar von 50 000). Nach dem Krieg bezeichnete er diesen Befehl als den besten, den er je in seiner militärischen Laufbahn gegeben habe. Der >>Durchhaltegeneral>> hatte endlich die richtigen Konsequenzen gezogen“.
Quelle: „General bei Hitler und Ulbricht“ Vincenz Müller- eine deutsche Karriere.
Verlag : Ch. Links Verlag, Berlin 2003 Autor Peter Joachim Lapp

Es zeigt sich auch hier wieder einmal, das du Gerd die Person Müller nur als Nazi siehst, aber nicht seine weitere Entwicklung. Auch Müller hat sich dem Nationalkomitee Freies Deutschland und den Bund der Offiziere angeschlossen, auch Er wollte ein anderes Deutschland das befreit ist vom Faschismus, für ein friedliebendes Deutschland. Der Generalleutnant Lew. S. Mechlis, Mitglied des Obersten Kriegrates der Sowjetunion bei der 2. Belorussischen Front und davor zeitweise Leiter der politischen Hauptverwaltung der Roten Armee, sagte am Schluss eines Gespräch mit Müller >> Ich wünsche ihnen, dass Sie beim Wiederaufbau Deutschlands als friedliebender Staat auch mitwirken werden. Einen ersten Schritt haben Sie schon getan mit ihrem Befehl, durch den Sie sich von Hitler lossagten>>.
Quelle; anmerk. Ist die gleiche wie die obere.

Teil1


Nr.: 90
Datum: 12.02.2007, 15:08 Uhr
Name: Gerd

Eintrag
'Auch in der DDR h ä t t e n Nazis in hohen Ämtern gesessen'.

Du schreibst dies im Konjunktiv, so als gäbe es keine Belege dafür, dass dem tatsächlich so war! Du machst aus einer Tatsache, um sie wie eine lästige Fliege vom Tisch zu fegen, eine subjektive, einseitige, vorurteilsbeladene, antikommunistische Meinung!
Der alte Trick der Ulbrichtianer: alles 'Westpropaganda'!

Aber es ist eine durch nichts zu bestreitende Tatsache, dass nicht nur unzählige kleine, sondern auch zahlreiche große Nazis in der DDR hohe Ämter bekleidet haben und damit das Bild von der 'antifaschistischen DDR' zunichte machen. Ich hatte schon verschiedene Beispiele angeführt und könnte die Liste beliebig ergänzen:

Der Nazi-General Vincenz Müller war stellvertretender Verteidigungsminister - ist das eine Tatsache oder ist das Propaganda? Es ist eine Tatsache.

Die Vertuschung der Verbrechen der Euthanasie-Ärzte durch die Stasi - Propaganda oder Tatsache? Eine durch Dokumente belegbare Tatsache.

Ein Teilnehmer (Erich Gust) am Thälmann-Mord in Buchenwald wird von der Stasi als IM benutzt und vor Verfolgung geschützt. Eine Tatsache, wie du selbst zugeben musst.

Ich könnte Dutzende anderer Beispiele, die in die gleiche Richtung gehen, aufzählen.

Aber selbst wenn ich das täte, was hier nicht möglich ist, würdest du immer wieder aufgeregt sofort hier ins Gästebuch schreiben: 'antikommunistische Westpropaganda' oder allerhöchstens: 'Ein politischer Fehler'oder 'das waren doch nachher umerzogene Antifaschisten, diese Nazi-Generäle!'

So reden Unbelehrbare, Verblendete, Menschen, die man durch harte Fakten nicht mehr erreichen kann, die sich ihr fertiges Weltbild für immer zurechtgezimmert haben und damit zeigen, dass sie vom Marxismus, der gerade die Infragestellung des einmal für richtig Gehaltenen verlangt, der die Selbstkritik verlangt, nichts, aber auch gar nichts verstanden haben.

Und nehmen wir zum Schluss noch den Chef der Stasi, Erich Mielke, selbst, der einem Dokument zufolge, während des Krieges unter dem Decknamen 'Leistner' vom US-Geheimdienst Gelder im Empfang nahm (das Dokument ist einsehbar bei: Wilfriede Otto, 'E. Mielke. Biografie', Berlin 2000, S. 524, Dokument Nr. 10: Leistner: 1000 frs., 20.10.42). Da Geheimdienste keine karitativen Unternehmen sind, hat Mielke natürlich dafür eine Gegenleistung erbringen müssen.

Natürlich kann das nicht stimmen, denn W. Otto ist ja eine 'bürgerliche Historikerin'. Auch dies ein alter Trick aus der Mottenkiste der DDR-Ideologen.

In einem handgeschriebenen Lebenslauf, den Mielke in Moskau schrieb, heißt es: 'Als letzte Arbeit erledigten noch ein Genosse und ich die Bülowplatz-Sache' (ebd., S. 29), d. h. Mielke gab zu, die beiden sozialdemokratischen Polizisten Lenk und Anlauf zusammen mit seinem Freund Ziemer 1931 erschossen zu haben - eine Provokation, die der KPD fast das Verbot eingebracht hätte und die von Ernst Thälmann damals scharf verurteilt wurde.

Dieser Akt individuellen Terrors, den Kommunisten prinzipiell verurteilen, hat damals der KPD sehr geschadet. Wer hatte daran wohl ein Interesse, darf man fragen!? Die Frage ist leicht zu beantworten...

Weiter:

Ein kleiner, gedungener Provokateur, US-Geheimdienstagent und Mörder steht dann 25 Jahre später an der Spitze der DDR und sorgt dafür, dass der 'Fall Thälmann' nicht restlos aufgeklärt werden kann. Sein Freund Walter Ulbricht sorgte schon in Moskau in den dreißiger Jahren dafür, dass die beiden Befreiungsversuche für Thälmann abgesagt werden mussten. Der eine deckt einen Thälmann-Mörder, der andere verhindert dessen Befreiung durch den M-Apparat der KPD und liquidiert diesen dann wenig später und denunziert seinen ehemaligen Leiter, Hans Kippenberger, ans NKWD, das ihn zum Tod durch Erschießen verurteilt! Well done!

All diese Fakten im Zusammenhang genommen ergeben ein Bild, ergeben das Bild eines kollosalen Verrats an der Sache des deutschen Kommunismus, an der Thälmannschen KPD! Es passt doch alles zusammen, wie ein Mosaikteilchen ins andere, wenn man die Dinge nicht nur in ihrer Vereinzelung, sondern im Zusammenhang sieht!

Aber was nicht sein darf, das nicht sein kann!

Einer von Marx' Lieblingssprüchen war:

'Fakten sind sture Dinger'. Er meinte damit, dass sie nicht aus der Welt zu schaffen sind, immer wieder hartnäckig anklopfen, keine Ruhe geben, so sehr man auch die Augen vor ihnen verschließen mag.

Kommunisten nehmen Fakten nicht nur zur Kenntnis, weil sie sich an der objektiven Realität, die sie für erkennbar halten, orientieren - sie korrigieren selbstkritisch ihre Irrtümer, Dogmatiker tun dies nicht.


Nr.: 89
Datum: 11.02.2007, 20:32 Uhr
Name: Silvio
E-Mail: Silvio.Kreis@web.de

Eintrag
Wenn grundlegend-politische Fehler begangen wurden, die den Sozialismus eher geschadet haben, ist dies selbstverständlich zu kritisieren, das gilt auch für DDR wo der Antifaschismus
Von Antifaschisten zur Geltung gebracht wurde. Im Fall Gust war es , wie gesagt ein politischer Fehler! Allerdings, so der Autor weiter „Gust war auch den bundesdeutschen Behörden bekannt. Am 7, Juni 1994 erklärte Fred Löwenberg, langjähriger KZ-Häftling und nach 1945 in Bayern lebend, in einer Gesprächrunde, er müsse etwas sagen, was er noch nie in der Öffentlichkeit gesagt habe: >> Ich bin Ende 1952 von einem leitenden Mitarbeiter des Verfassungsschutzamtes in München.... auf Gust aufmerksam gemacht worden... Ich habe das an Robert Siewert weitergegeben auf einem VVN- Kongreß ... Es ist nichts geschehen. Das ist das, ,was mich bedrückt.>> (Auszüge aus dem Gesprächsprotokoll. In Disput , Nr. !2/1994) (Robert Siewert:1887-1973; KPD 1919; 1953-1945 Zuchthaus und KZ; Mitglied des illegalen internationalen Lagerkomitees Buchenwald; nach 1945 verschiedene Partei- und Staatsfunktionen , Mitglied des Präsidiums der VVN und der FIR). Insofern ist der Vorwurf der DDR an die westdeutsche Adresse , sie habe nicht konsequent nach den Thälmann-Mördern gesucht, mindestens ebenso berechtigt wie die Kritik an der DDR. Daraus jedoch eine generelle MfS- Linie zu konstruieren , ist überzogen.“
( Quelle: „Hammer, Zirkel, Hakenkreuz wie Antifaschistisch war die DDR?, edition ost 2006) der Titel dieses Buches ist provokativ gewählt. Das zeigt die folgende Beschreibung über den Inhalt dieses Buches. „ Wenn nichts bliebe von dieser DDR als ihr konsequenter Antifaschismus, dann wäre sie vor der Geschichte tiefer und dauerhafter legitimiert als je ein deutscher Staat vor ihr. Hier liegt der Grund für eine seit Erscheinen des >> Braunbuchs über die Nazi- und Kriegsverbrecher in Westdeutschland>> und über den Untergang der DDR anhaltende Propagandaschlacht. Die Argumente sind seither stets die gleichen: Auch in der DDR hätten Nazis in hohen Ämtern gesessen, der Antifaschismus sei nur verordnet und das SED-Regime nicht besser als sein braunes Pendant gewesen. Als Beweise dienen alte Lügen und neue Geschichtsklitterungen. Nun geht ein Fachmann systematisch und mit wissenschaftlichen Belegen der Frage nach, was denn dran sei an diesen Vorwürfen.“
Der Autor diese Buches ist Detlef Joseph, der eine kritische Untersuchung zum Thema Antifaschismus in der DDR führt.
2Teil.


Nr.: 88
Datum: 10.02.2007, 11:45 Uhr
Name: Silvio
E-Mail: Silvio.Kreis@web.de

Eintrag
Also Ich habe mich mal auf der Suche gemacht wegen den Personen die hier genannt wurden.
Das Erich Gust, der unter den Namen Erich Giese im niedersächsischen Melle bei Osnabrück ein Lokal betrieb.Gust war im Krefelder Prozess gegen den vermeintlichen Thälmann- Mörder Wolfgang Otto durch den Buchenwaldhäftlings Marian Zgoda namentlich als Beteiliger an der Exekution des KPD- Vorsitzenden genannt worden. Er habe gesehen, >>wie nach und nach in der angeführten Reihenfolge folgende Personen das Krematorium betraten:
Otto, Gust... Anwesend war auch bei den Prozess der damalige DDR-Rechtsanwalt Dr. Karl Friedrich Kaul, der als Nebenkläger eine Strafanzeige gegen zwei der damals noch lebenden Mittäter erstattete. (Quelle: „Die Republik vor Gericht“ von Heinrich Hannover, Aubauverlag 1999) Otto wurde in der BRD nie zur Verantwortung gezogen, er war später in Schuldienst tätig.
Man muss Zur Kenntnis nehmen das die DDR sehr wohl an die Aufklärung von Kriegsverbrecher interessiert war.
Natürlich sollte man nicht Blauäugig sein und alles Hinnehmen was einen so erzählt wird und immer wieder Fragen stellen, wie zum Beispiel der Fall Gust..
„in der Gegendarstellung im Tagesspiegel vom 6 November 1992 bestritt Erich Milke, den Befehl gegeben zu haben, Erkenntnisse über Gust nicht den bundesdeutschen Ermittlungsbehörden zu übermitteln.. Mit Bezug auf die Spiegel-Veröffentlichung erklärte Günter Wieland:>>So schwer es dem Außenstehenden ohnehin fällt, geheimdienstlich zu denken, ist für ein solches Verhalten kein Verständnis aufzubringen>>. Wilfriede Otto schrieb, dass Tatsachen festgestellt worden seien die Gust belasteten. >> Nach Mitteilung des Sachverhalts an den Minister Milke jedoch befohlen, nichts weiterzuleiten, da es sich um die Ermittlung eines Thälmann-Mörder handelte, was man so nicht nachweisen könnte. Der Befund landete in einem Karton der IX/11 mit der Aufschrift >Nur vom Oberst zu öffnen> Gusts Mitschuld an der Ermordung Thälmanns wird wohl kaum aufzuklären sein. Dennoch wirft der Umgang (oder nicht Umgang mit diesen Fall ein äußerst schlechtes Licht auf die DDR, und die Art des Umgangs mit dem Fall war zweifelsohne ein politischer Fehler, das Wissen nicht öffentlich gemacht zu haben.
Teil 1


Nr.: 87
Datum: 04.02.2007, 14:03 Uhr
Name: Gerd

Eintrag
@Silvio

Du fragst:

"Was soll an dem Antifaschismus der DDR kritikwürdig sein?"

Im weiteren Verlauf deiner Ausführungen kommst du zu dem Ergebnis, dass nichts, rein gar nichts, daran kritikwürdig ist.

Für mich ist einiges daran zweifelhaft und kritikwürdig.

1. Ulbricht hat den KZ-Leiter Erich Apel (KZ Dora, Außenstelle von Buchenwald) in die SED geholt und ihm die Aufgabe übertragen, die kapitalististische Wirtschaftsreform 'NÖSPL' auszuarbeiten, zusammen mit Mittag. Apel war kein kleiner, sondern ein großer Nazi.

2. Ulbricht, kaum 1945 in Berlin angekommen, holte den Nazi Prof. F. Sauerbruch und baute ihn in seine neue Berliner Verwaltung ein, (die Sowjets haben ihn später wegen seiner Vergangenheit wieder abgesägt).

3. Ulbricht holte Leute wie Adolf Thießen (Leiter des Kaiser-Wilhelm-Instituts unter Hitler) aus russischer Kriegsgefangenenschaft zurück, auch Steenbeck, den ehemaligen technischen Direktor von Siemens, holte er aus Russland zurück und hievte ihn in eine führende Position. Ebenso Ardenne.

4. Wilhelm Pieck, der Präsident der DDR, setzte sich bei Chruschtschow/Bulganin 1955 anlässlich des Adenauer-Besuchs in der UdSSR dafür ein, Tausende von Schwerkriegsverbrechern vorzeitig aus sowjetischer Haft zu entlassen, was dann geschah. Das waren keine 'kleinen Nazis', sondern riesengroße.

5. Die DDR duldete an ihrer Spitze einen Willi Stoph, der noch im April 1944,anlässlich des 'Führergeburtstages' eine Lobeshymne auf Hitler gesungen hatte und sie in seiner Regimentszeitung veröffentlichen ließ. Stoph sicherte sich später in Wandlitz großzügige Privilegien, führte das Leben eines Gutsherrn dort, missbrauchte seine Bediensteten, sogar die NVA als private Hilfskräfte.

6. Antifaschistische Widerstandskämpfer wie Toni Waibel, die in Buchenwald inhaftiert gewesen waren, wurden aus der SED als 'Trotzkisten' ausgeschlossen, weil sie die Ulbricht-Clique kritisiert hatten, auch Wilhelm Zaisser (Spanienkämpfer) und Rudolf Herrnstadt (Arbeit in der sowj. Abwehr während des Krieges) wurden aus der SED gefeuert und abgeschoben.

7. Kriegsverbrecher wie Ernst Busse und Erich Reschke, Walter Bartel u.a.die im KZ Buchenwald als Kapos mit den Nazis kollaboriert hatten, wurden in der DDR 'rehabiliert'. Bartel wurde Privatsekretär von Pieck. Busse war von den Sowjets zu einer langen Lagerhaftstrafe wegen seiner Verbrechen verurteilt worden. Pieck machte ihn dennoch zum stellv. thüringischen Ministerpräsidenten. Es waren die Sowjets, die dafür sorgten, dass er entlarvt wurde.

8. Die Traditionspflege hob völlig einseitig den 'kommunistischen Widerstand' (oft ein Widerstand, der gar keiner war) heraus, und vernachlässigte genauso einseitig Verfolgtengruppen wie die Roma und Sinti, die Homosexuellen u. a. Nazikollaborateure wie Ernst Busse wurden zu Widerstandskämpfern erklärt.

...

All dies ist für mich zweifelhaft und kritikwürdig. Für dich nicht?
All dies sind Tatsachen, die darauf hindeuten, dass es keine echte, ehrliche antifaschistische Traditionspflege in der DDR gab, sondern eine solche, die dazu diente, das DDR-Regime ideologisch als 'antifaschistisch' zu legitimieren.


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